Bayern / Wiesent
Norwegen / Gaula
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Nach 593 Kilometer Autofahrt hörte ich mein Navi mit der Meldung "Sie haben Ihr Ziel erreicht". Mein Ziel war zum 3x die Wiesent. Erster Anlaufpunkt war die Hammermühle in Waischenfeld. Durch das Magazin "FLIEGENFISCHEN" hatte ich mir eine Pension in Streitberg gesucht, die über eine eigene Strecke verfügt und ca. 13 Kilometer unterhalb von Waischenfeld liegt. Zum Glück !!! Denn das Wasser in Waischenfeld war braun.  


Also schnell rein in den Fliegenfischer-Shop (Fliegenfischer-Schule) von Manfred Herman. Hier gibt es immer Tipps und die "richtigen Fliegen" in großer Auswahl. Manfred erzählte mir, dass die Wiesent oberhalb von Waischenfeld ausgebaggert wird. Damit hatte sich das Fischen in Waischenfeld und auch an der Nankendorfer Strecke für diese Woche leider erübrigt. Bei Manfred gibt es auch Tages- und Wochenkarten für die Stadtstrecke. Für Anfragen: Tel-Nr. Handy: 0171-6710374 oder E-Mail: info@Fliegenfischerschule-Hammermuehle.de.  


Kaum nachdem ich in Streitberg (Pension Gebhardt) angekommen war, stand ich schon mit meiner #3 Fliegenrute am Wasser. Das Wasser war herrlich klar und der Urlaub gerettet !!! Die Gebhard Strecke ist ca. 2.200 Meter lang und bis zu 18 Meter breit. Außerdem ist sie im Gegensatz zu vielen anderen Strecken weit weg von der Strasse. Die Tageskarte kostet hier nur 5 Euro ! Den Hauptanteil an Fisch trägt die Bachforelle, gefolgt von Regenbogenforellen (leider), die handlang eingesetzt werden. Äschen sind zwar vorhanden, aber nicht mehr in großen Stückzahlen (dank eines lieben Vogels). Auf dem Bild sieht man einen herrlichen Pool direkt am Anfang der Gebhardt Strecke.  


Die Gebhardt Stecke ist sehr abwechslungsreich. Langsam fliesende Abschnitte, schnelle Rauschen und tiefe Gumpen zeichnen diesen traumhaften Teil der Wiesent aus. Zum Glück darf man die Wiesent auf dieser Strecke komplett bewaten. Der Uferbereich ist zu dieser Jahreszeit natürlich sehr stark bewachsen und erschwert das Fliegenfischen vom Ufer aus. Ein kleines Ärgernis sind die vielen Kanufahrer, die bis 17:00 Uhr die Wiesent befahren. Spätestens nach dem zehnten Kanu oder der fünften Frage: "Hallo, schon was gefangen ?", würde man gerne seine geliebte Fliegenrute in Richtung der Kanuten ..... 


Endlich konnte ich meine wasserfeste Kamera ausprobieren. Hier nahm eine Bachforelle eine Goldkopfnymphe. Maßige Fische muss man sich aber hier erkämpfen. Die Durchscnittsgröße ist deutlich geringer, als bei den anderen Wiesent Strecken, die ich bis jetzt befischt habe. Aber das macht ja auch den Reiz aus.  


Einige Äschen im Bereich von 30 cm konnte ich mit Nymphe und Trockenfliege fangen. Der Bestand soll sich langsam wieder erholen. Aus diesem Grund dürfen auch keine maßigen Äschen entnommen werden. Tagsüber waren Goldkopfnymphen meine erste Wahl. Flußauf- und abwärts gefischt war beides erfolgreich.  


Diese schöne Bachforelle konnte ich in einer schnellen Strömung überlisten. Bei dieser Art von Nymphenfischen muss man schon sehr konzentriert sein, da sich die Flugschnur (flußaufwärts geworfen) sehr schnell bewegt. Jede kleine Abweichung der natürlichen Bewegung der Flugschnurspitze muss mit einem Anhieb quittiert werden, um Erfolg zu haben.  


Auch mein dritter Besuch an der Wiesent hat sich gelohnt. Eine sehr schöne Strecke, herrliche Landschaft, nette Menschen und ein paar maßige Fische machten diese Woche zum erholsamen Urlaub. Leider war das Trockenfliegenfischen nicht besonders erfolgreich. Die Salmoniden fingen erst sehr spät an zu steigen. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden die Fische zusammen mit den Fledermäusen aktiv. Teilweise zu spät, um seine "Hexe" oder Sedge überhaupt noch zu sehen. Aber ich komme wieder, keine Frage.